Netzwerk Verkehr - Aktionstag am 26. Januar 2010

von Hans-Jürgen Fuchs

von Jan Baumert, Daniel Hager-Mann, Franz Maucher , Leonore Stephan und Wiebke Wagner

Schon früh um 6.30 Uhr bei eisigen Temperaturen machten sich Netzwerkler in Leuchtwesten daran, in der Rathausstraße und in der Leimer Straße/Ecke Weingasse (an der "Linde") Zebrastreifen auf den Fahrweg zu malen. Gegen 8 Uhr wurden diese in Betrieb genommen. Selbstgemalte Schilder, z.B. mit Slogans wie "Liebe Leute groß und klein, hier muss eine Querung sein" oder "Lebensraum Rohrbacher Gassen - langsam fahren" wiesen auf die Gefahren beim Überqueren der Fahrbahn hin.

Lotsen begleiteten die herannahenden Schüler und Kindergartenkinder aus dem oberen Rohrbach, der Leimer Str. und Gewannsee über die neuen Fußgängerüberwege.

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Lotsen am Überweg rathausstraße

An den Übergängen herrschte trotz regen Verkehrs eine entspannte Atmosphäre. Vor allem direkte Anwohner und Altrohrbacher fanden die Aktion prima, und boten den Aktivisten heißen Tee an. Jeder hatte zu dem Thema etwas zu sagen; manche forderten sogar noch mehr Übergänge. Die Infoblätter des Forums "Netzwerk Verkehr" gingen weg wie warme Semmeln.

Kinder mit Schild_ Leimer Straße Keine Durchgangstraße

Auch am "Kindergarten Paula Heck" Am Heiligenhaus im verkehrsberuhigten Bereich, wiesen Plakate und Kinderfiguren auf die schwierige und gefährliche Situation der engen Straße hin. Denn auch hier hält sich kaum ein Fahrzeug an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit.

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Schild am Kindergarten

Gegen 13 Uhr nach Schulschluss, als die Aktion fortgesetzt wurde, versammelte sich Jung und Alt in der Rathausstraße. Hier wurde lebhaft über Verkehrsprobleme diskutiert; über sinnvolle und unsinnige, notwendige und überflüssige, geplante und nicht geplante Veränderungen, die in irgend einem Zusammenhang mit dem Sanierungsgebiet stehen.

Die letzte Aktion des Tages fand abends von 17-18 Uhr in der stark frequentierten Leimer Straße statt. "Leimer Straße keine Durchgangsstraße" konnten die Verkehrsteilnehmer hier lesen. Mehrere selbstgemalte Tafeln wiesen auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h hin. Schilder mit der Aufschrift "Hier könnte ein Blumenstock stehen" zeigten auf, wie schon mit wenigen baulichen Veränderungen der Verkehr verlangsamt werden könnte.

In der Leimer Straße

Die Aktion in der Leimer Straße erreichte fast schon Straßenfest-Charakter.

In der Leimer Straße

Nach dem Eindruck der Organisatoren hat der Aktionstag bei der Bevölkerung viel Resonanz hervorgerufen. Viele hoffen, dass jetzt die zum Teil seit Jahrzehnten bestehenden Verkehrsprobleme endlich ernst genommen werden und das Verkehrskonzept für alle eine akzeptable Lösung bringt.

Jedenfalls wird das "Netzwerk" weiter am Ball bleiben und seine Vorstellungen auch beim Runden Tisch zum Sanierungsgebiet einbringen.

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Das Netzwerk fordert:

  • sichere Straßenquerungen für Jung und Alt
  • sicher und frei begehbare Bürgersteige
  • sicher begehbare Spielstraßen
  • realistische Geschwindigkeitsbeschränkungen und
  • - Verkehrsteilnehmer, die sich an diese Geschwindigkeitsbeschränkungen halten.
  • Der nächste Aktionstag aber - so waren sich alle einig - findet dann bei wärmeren Temperaturen statt.

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