Hot town, summer in the city

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Bericht: Andrea Tenorth/ Fotos: H.J. Fuchs, D. Roos, V. Schenk

„Ein Sommerevent soll es beim nächsten Mal werden“: so hatten es sich die Verantwortlichen beim Punker nach der letztjährigen gelungenen Premiere mit dem Wanderkino „Laster der Nacht“ für dieses Jahr gewünscht. Und so nahm das Team um Valentina Schenk, Franz Maucher, Günter Keppner und Jürgen Ripplinger Kontakt zum Stadtteilverein „Quartier am Turm“ auf, um gemeinsam dieses Vorhaben zu realisieren. Überredung brauchte es nicht, man war sich schnell einig: auch bei einem Sommerevent braucht es ein „Warming up“ mit Musik, Zeit zum gemütlichen Beieinandersein, Getränken und vor allem - schönem Wetter!

Wer am letzten Samstag den Weg zur Sportplatzwiese in Rohrbach West fand, konnte die gelungene Umsetzung genießen. In familiärer Atmosphäre erlebten Alt- und Neu-Rohrbacher (die erste Vorsitzende des Punkers, Valentina Schenk, lobte die “Völkerverständigung“) einen tropischen Sommerabend mit Kind und Kegel (bzw. Hund) bei gekühltem Bier und Wein, Brezen und Wasser. Dazu passte hervorragend der brasilianisch gefärbte musikalische Auftakt der neuen Rohrbacher Band „FourHands“ (erweitert auf Six-Hands) mit Gitarrist Raimund von dem Bussche und den Gebrüdern Dumm an Cachon und Querflöte. Mit schön arrangierten Klassikern wie „Brazil“, „Blue Bossa“ oder „One note Samba“, gefühlvollen Flötensoli, virtuosen Gitarreneinlagen und viel Freude an der Cachon begeisterten die Musiker das Publikum.

Gegen 21.30 Uhr wurde es Zeit, die „FourHands“ zu verabschieden, das Basketball-Spielen zu beenden, die Hunde einzusammeln und die Plätze einzunehmen. Und dann erlebten 180 Zuschauer, wie gut gemachte Filme mit knapp 100 Jahre auf dem Buckel auch heute noch bestens unterhalten: mit Livemusik von exzellenten Musikern wie Tobias Rank (Piano) und Gunthard Stephan (Violine)! Egal, ob humoristisch („Die kleinen Strolche“, Laurel & Hardy: „Cars“) oder bitterkomisch mit Buster Keaton oder Charlie Chaplin („Hundeleben“): Die alten Stummfilmklassiker erreichten Jung und Alt gleichermaßen, was man am herzhaften Gelächter, aber auch am Schlussapplaus deutlich erkennen konnte.

„Man soll gehen, wenn es am schönsten ist“ – das galt in dieser tropischen Nacht nicht wirklich. Und so gab es nach dem Abbau von Bühne und Bänken durch die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer noch ein gemeinsames gemütliches Ausklingen mit den Musikern, bevor sich diese auf den Rückweg nach Leipzig machten. Hoffentlich kommen sie nächstes Jahr wieder!