Short Tailed Snails - Folk von Hier bis Damals

Bericht: Sieglinde Körper / Fotos: Valentina Schenk

tl_files/bilder/2018/2018_05_Short_Tailed_Snails/B1_web.jpg

"Musik für die Seele" - So könnte man das Konzert am vergangenen Freitag im Roten Ochsen beschreiben.

Die vier Musiker präsentierten Folk- und Weltmusik aus 8 Jahrhunderten. Wunderbar poetisch, zutiefst herzergreifend oder einfach vergnüglich und witzig waren die Lieder der  Sängerin, die mit ihrer einfühlsamen stimmlichen Virtuosität überzeugte. Die Musiker haben" Neuinterpretationen alter deutscher Weisen aber auch traditionelle europäische Musik im Repertoire.

hier weiterlesen und Bilder ansehen ...

„Die Ramadanis waren unsere Nachbarn und Freunde“

von Mirjam Mohr

tl_files/bilder/2018/2018_02_Bericht_Ramadami/Ramadami_bei_1250_Jahrfeier_klein.JPG

„Für den kleinen Rafis war es am schlimmsten, dass er mitten in der Nacht von einem Polizisten aus dem Bett geholt wurde. Davon redet er heute noch immer wieder – nachdem er direkt nach der Abschiebung zunächst überhaupt nicht mehr gesprochen hat.“ Es war sehr still im Saal des Evangelischen Gemeindezentrums in Rohrbach, als Franz Maucher erzählte, wie es der Familie Ramadani mit ihren vier Kindern im Alter von drei bis sieben Jahren seit der Abschiebung nach Serbien geht. Rund 50 Interessierte waren zu der Benefiz-Veranstaltung gekommen, mit der die „AG Asyl - Rohrbach sagt Ja“ und der „Punker e.V.“ am 15. April über den aktuellen Stand im Abschiebeverfahren informierten und Geld für die Unterstützung der Familie in Serbien sammelten. Denn Spenden sind im Moment die einzige Einkommensmöglichkeit der sechs Jahre in Heidelberg ansässigen Roma-Familie, die am 17. Januar in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abgeschoben wurde. Insgesamt 67 Menschen, 52 davon Roma, wurden nach Angaben der „Aktion Bleiberecht“ an diesem Tag per Flugzeug von Baden-Baden nach Belgrad geflogen... ... hier weiterlesen und Bilder der Veranstaltung ansehen...


Ergänzungen der Redaktion

Die RNZ hat ebenfalls über die Abschiebung berichtet. Die Artikel  finden Sie unter diesen beiden Links: 24. Februar 2018 "Abschiebung sorgt für Protest" bzw. 11. April 2018 ""Die Kinder wollen nach Hause in ihre Heidelberger Heimat.

Unterschriftenaktion: Der punker e.V. unterstützt eine Unterschriftensammlung, die es der Familie erlauben soll, wieder nach Heidelberg zurückzukehren. Wer sich daran beteiligen möchte, kann die Vorlage zur Unterschriftensammlung hier herunterladen. Die Unterschriftenlisten können bei V. Schenk im Burnhofweg 4 eingeworfen werden oder direkt zum Oberbürgermeister, Rathaus, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg geschickt werden.

Spenden: Leider ist die Familie in Sobotica, Serbien, noch mittellos und in einer sehr schwierigen Lage. Sie ist noch nicht krankenversichert, d.h. ärztliche Behandlung, die Frau Ramadani dringend braucht, muss selbst bezahlt werden. Deshalb bitten wir um Spenden für die Familie auf das Konto des Asylarbeitskreis Heidelberg unter dem Stichwort “Ramadani”: IBAN DE85 6729 0000 0122 4211 04.

„Blu“ im „Roten Ochsen“ – eine musikalische Reise

Bericht: Andrea Tenorth / Fotos: Raabe Hackbusch

tl_files/bilder/2018/2018_03_Blu/DSC08004.jpg

„Drei harmonierende Stimmen, drei inspirierte Komponisten, drei versierte Multi-Instrumentalisten unternehmen eine musikalische Weltreise und finden Formen, Farben und Geist der verschiedensten Musiktraditionen, verbinden sie zu einem vielsprachigen Programm voller Schönheit und Delikatesse, entführen ihre Zuhörer in den Raum, den nur die Musik eröffnet – den Raum, in dem alles zu allem passt. Ein italophiler Wahlargentinier (Gigu Neutsch), ein Kraichgauer Norwegen-Cowboy (Rolf Schaude) und ein portugiesisch sprechender Zypriote (Neo Stehanou).“

Präziser und schöner als Thommie Bayer kann man nicht ausdrücken, was „Blu“ dem Publikum in Rohrbach dargeboten hat: „ein ebenso lässiges wie intensives Musikerlebnis in der wärmsten Farbe: Blu“.

hier weiterlesen und Bilder ansehen ...

Gemeindehaus Rohrbach-West – Einfach „Ex und Hopp“?

Sparzwang in der Melanchthongemeinde: Ersatzloser Abriss als „Optimierung des Gebäudebestands”?

von E. Wolfin

tl_files/bilder/2018/2018_02_Gemeindehaus_Rohrbach_west/Bild-Gemeindehaus.JPGIn Zeiten abnehmender Mitgliederzahlen müssen die Kirchen sparen, keine Frage. Aber doch bitte mit Maß und Verstand und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse vor Ort. Wer zentrale Immobilien in guter Lage verkauft, weil sich das „eben gut rechnet“, muss sich immer auch fragen, wie es danach in der Gemeinde weitergeht. Z.B. für Mitglieder, die im fortgeschrittenen Alter oder aufgrund einer Mobilitätsbehinderung auf Barrierefreiheit angewiesen sind.

Viele Jahre wurde am maroden evangelischen Gemeindezentrum der Melanchthongemeinde in Rohrbach-West nichts investiert. Jetzt soll es abgerissen werden – ersatzlos. Obwohl hier gute, engagierte Gemeindearbeit stattfindet und das Zentrum ein wichtiger, zentral gelegener Begegnungsort im Stadtteil ist, der barrierefrei zugänglich ist.

Zum Hintergrund zwei Anmerkungen. 1.) Im Vorfeld hatten beide Kirchen leider keinen Konsens gefunden für ein gemeinsames ökumenisches Gemeindezentrum als zukunftsfähige und zugleich kostengünstige Lösung, von der alle profitieren. 2.) Planerisch wird nicht langfristig gedacht: Als Rollstuhlfahrer kommt man in Rohrbach-Ost „oben am Berg“ nicht in die alte Melanchthon-Kirche. 2010 wurde hier bei Umbauarbeiten zwar die breite Treppenanlage erneuert – aber ohne Rampe für Rollstuhlfahrer. Obwohl damals das beauftrage Architektenbüro im Vorfeld eine solche Rampen-Variante explizit vorschlug…

Doch zurück zum maroden Gemeindezentrum, hier gibt es dringenden Handlungsbedarf:

Eine Gemeindeinitiative sammelt jetzt Unterschriften und fordert – neben einer schnellen Beseitigung der gröbsten Mängel – eine transparente Erarbeitung einer Gesamtlösung für Heidelberg, bei der die Rohrbacher Interessen berücksichtigt werden.

Die Unterschriftenliste können Sie hier downloaden …

Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte beim Pfarramt West, Heinrich-Fuchs-Straße abgeben oder einwerfen.

Sehr lesenswert ist auch der folgende Artikel von Hans-Jürgen Fuchs. Weiterlesen ....

Der Islam hat viele Gesichter – Die Würde des Menschen

Bericht: Mirjam Mohr / Bilder: Nora Wohlfarth

tl_files/bilder/2017/2017_11_ Der_Islam_hat_viele Gesichter_Teil_2/Bilder_web/IMG_8256.JPG

Religion, Emanzipation, Kopftuch und Menschwürde – um diese Themen drehte sich am 30. November 2017 die zweite Veranstaltung der Reihe „Der Islam hat viele Gesichter – was befremdet uns, was verbindet uns“. Erneut hatte die AG-Asyl – Rohrbach sagt JA gemeinsam mit dem punker e.V. ins Alte Rathaus eingeladen – diesmal berichteten ein schon länger in Deutschland heimischer Syrer und zwei vor dem Krieg geflüchtete Syrerinnen aus ihrem Leben und ihren Erfahrungen in Syrien, auf der Flucht vor dem Krieg sowie in Deutschland und mit den Deutschen. Rund 40 Zuhörer waren gekommen, um mit den dreien teilweise durchaus kontrovers zu diskutieren. Yahya Madani kam bereits 1989 aus Syrien nach Heidelberg und übte verschiedene Berufe aus, unter anderem arbeitete er als freier Journalist für den WDR. Nachdem er zwischenzeitlich wieder in sein Heimatland gezogen war, kam er Ende 2011 zurück nach Deutschland. Nourhan Hadidi und ihre Mutter Iman Karboutli kamen Ende 2015 als Kriegsflüchtlinge nach Deutschland, landeten zunächst in Passau und anschließend in Dresden, bevor es ihnen gelang, nach Heidelberg zu ziehen, wo Yahya Madani, den sie aus Syrien kennen, inzwischen wieder lebt.

... hier weiterlesen ...

Der Punker e.V. – vernetzt und gut gerüstet für die Aktivitäten in 2017/2018

von Jürgen Ripplinger

tl_files/bilder/2017/2017_02_Klausurtagung_Punker/IMG_0507 (Kopie).JPG

In Februar 2017 trafen sich der erweiterte Vorstand und weitere interessierte Punker in der Jugendherberge Dahn in der Pfalz zu einer zweitägigen Klausur.

Wo stehen wir? Was haben wir in 2016 - im Jubiläumsjahr des Stadtteils- unternommen, was ist uns als punker besonders wichtig, was planen wir für 2017 und wer arbeitet bei welchen Aktivitäten aktiv mit.

Mit viel Engagement und Spaß, mit professioneller Moderation (Andrea Tenorth), Visualisierungstechniken und pfiffigen Methoden wie z.B. die „Turmbauaktion“ haben wir zwei Tage intensiv an unseren Themen gearbeitet.

 

... den vollständigen Bericht und weitere Bilder finden sie hier ...

Das Rohrbacher Bücherregal

tl_files/bilder/2015/2015_04_Das_Rohrbacher_Buecherregal/DSC07104.JPGBericht und Bilder von Raabe Hackbusch und Gerhard Peterstl_files/bilder/2015/2015_04_Das_Rohrbacher_Buecherregal/DSC07102.JPG

Am letzten Donnerstag  war es so weit:  Als sechster Stadtteil Heidelbergs hat auch Rohrbach sein Öffentliches  Bücherregal bekommen. Zwar wurde es zunächst am falschen, aber sechs Stunden später dann doch noch rechtzeitig vor der Einweihung am richtigen Ort neben der Litfaßsäule an der Ecke Rathausstraße/Amalienstraße tief verankert, sorgfältig geputzt und bei einem Glas Sekt seinen Nutzer*innen übergeben.

Zahlreiche punker und andere Interessierte waren zur kurzfristig anberaumten Einweihungsfeier gekommen, brachten auch gleich, wie gewünscht, reichlich Bücher mit – von denen nicht wenige am selben Abend auch wieder verschwanden und somit ihren Besitzer und Leser wechselten. ... hier weiterlesen