Vorhabenliste der Stadt Heidelberg veröffentlicht

21.12.2012 09:40 von Hans-Jürgen Fuchs

Vorhabenliste der Stadt Heidelberg

Dezember 2012

Bei den öffentlichen Veranstaltungen zum Doppelhaushalt 2013/14 gab es Diskussionen über die Höhe der Neuverschuldung. Der verabschiedete Haushalt sieht nun auch eine deutlich niedrigere Neuverschuldung vor, als der erste Entwurf.

Ein Maßnahmenkatalog, den die Stadt nun veröffentlichte, beschreibt, was derzeit in Heidelberg geplant oder angedacht ist. Hier eine kurze Zusammenfassung.

Die vollständige und aktuelle Vorhabenliste findet man unter: www.heidelberg.de/vorhabenliste

Zentrum Architektur und Design im ehemaligen Hotel "Metropol"

Die Stadt Heidelberg hat im Jahr 2011 das Gebäude des ehemaligen Hotels "Metropol" gekauft und den Gemeinderat darüber informiert. Dort soll nun ein privat betriebenes Zentrum für Architektur und Design entstehen.
Ankauf des Gebäudes (Kaufpreis 895.000 €)

Neues Konferenzzentrum Heidelberg

Um Heidelberg als einen internationalen Tagungs- und Kongressstandort weiter zu stärken soll ein neues Konferenzzentrum gebaut werden. In einem zweistufigen Bürgerbeteiligungsverfahren wird zuerst die Frage geklärt, ob die Stadt ein Konferenzzentrum benötigt. Wenn diese Frage mit "ja" beantwortet wird startet die Suche nach einem geeigneten Standort.
93.500 € (Bedarfserhebung und Bürgerbeteiligung)

Internationale Bauausstellung (IBA) Wissen-schafft-Stadt Heidelberg

Die IBA ist ein 10-jähriges Stadtentwicklungslabor. Sie hat mit den „Perspektiven der Europäischen Stadt in der Wissensgesellschaft“ ein wichtiges Zukunftsthema. Die IBA erhält eine dafür geeignete Prozessstruktur, um Projekte, die sich ganz besonders um neue Perspektiven bemühen, anzuregen, zu qualifizieren, als IBA-Projekt auszuwählen und zu präsentieren. Die IBA endet 2022.
0,8 bis 1,4 Millionen € pro Jahr

Einrichtung eines Zentrums für Jugend und Kultur

In der ehemaligen Druckerei Hörning in der Dischingerstraße 5 entsteht eine Kultureinrichtung und Veranstaltungsstätte. In neuartiger Weise werden die Belange der Jugend in Kombination mit anderen selbstverwalteten Veranstaltern und jungen Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft verbunden.
1.754.000 € zuzügl. Eigenleistungen d. Vereine v. 122.000 €.

Halle02 - Ertüchtigung von zwei Veranstaltungshallen

In der Halle 02 finden verschiedene Musikverstaltungen und weitere kulturelle Veranstaltungen statt. Die Halle darf nur weiter betrieben werden, wenn bauliche Mängel beseitigt werden und das neue Nutzungskonzept die Ergebnisse eines Schallschutzgutachtens berücksichtigt.
Baumaßnahmen: circa 4.429.000 €

Kreativwirtschaftszentrum in der ehemalige Feuerwache

Die ehemalige Feuerwache soll für fünf Jahre als Kreativwirtschaftszentrum zwischengenutzt werden. Dazu werden Büros, Ateliers und Schulungs- sowie Musikproberäume für Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, insbesondere Existenzgründer eingerichtet. Das Zentrum soll von verschiedenen Branchen genutzt werden. Durch die räumliche Nähe zueinander werden die Unternehmen eng vernetzt und der Wissenstransfer gefördert.
Baumaßnahmen: circa 470.000 €

Umbau Bahnhofstraße

Im Rahmen der Planung zum Bebauungsplan Kurfürsten-Anlage und der Entwicklung der Flächen des ehemaligen Behördenzentrums wurde der Querschnitt der Bahnhofstraße überplant und soll umgebaut werden.
Abschnitt 1: 2.249.000 €
Abschnitt 2: 1.100.000 €

Radverbindung Hauptbahnhof - Campus Neuenheimer Feld

Durch eine neue Fuß- und Radbrücke östlich des Wehrstegs soll die Radverkehrsverbindung vom Hauptbahnhof und der Bahnstadt über die Gneisenaustraße in das Neuenheimer Feld ausgebaut werden. Alternativ wurde die Erweiterung des Wehrstegs für den Radverkehr gemeinsam mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt untersucht. Aufgrund der Zeitdauer (7 Jahre) und der Kosten (circa 6.000.000 €) wird diese Alternative als nicht realisierbar erachtet.
circa 7.000.000 € inklusive der landseitigen Anbindungen

Umbau der Kurfürstenanlage zwischen Römerkreis und Adenauerplatz

Die Kurfürstenanlage - zwischen dem Römerkreis und dem Adenauerplatz - wurde neu geplant und soll umgebaut werden. Dabei wird die Straßenbahntrasse auch für Busse befahrbar gemacht. Die Haltestellen Adenauerplatz und Poststraße werden zur Haltestelle Adenauerplatz/Justizgebäude zusammengelegt und - wie die Haltestelle Stadtwerke - barrierefrei umgebaut. Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr sind Bestandteile der Planung.
Erster Teilbereich: 3.380.000 € inklusive Kanal

Umbau des Kreisverkehrs Rohrbacher Straße / Schillerstraße / Franz-Knauff-Straße

Seit 2010 wird im Bereich Rohrbacher Straße / Schillerstraße / Franz-Knauff-Straße ein Kreisverkehr (Provisorium) getestet. Nun soll die Kreisverkehrsanlage endgültig hergestellt werden.
Die Vorplanung ergab Kosten in Höhe von 1,2 Mio. €

Neugestaltung der Eppelheimer Straße

In der Eppelheimer Straße im Bereich Pfaffengrund müssen die Gleise erneuert werden. Da es sich bei der Eppelheimer Straße um einen Unfallschwerpunkt handelt, soll ein nicht überfahrbares Trassengleis gebaut werden. Es werden, in ausreichender Anzahl, Wende- und Abbiegemöglichkeiten eingefügt. Die Radfahrer erhalten einen eigenen Fahrradstreifen. Auf einer Straßenseite wird zudem eine Baumreihe gepflanzt.
ca. 4,8 Millionen € für den Straßenbau

Verkehrskonzept Rohrbach West

Für das Untersuchungsgebiet soll ein Verkehrskonzept mit Handlungsprioritäten erarbeitet werden, das folgende bisher bekannte Themenschwerpunkte beinhaltet: Netzzusammenhänge für alle Verkehrsarten, Belange des ruhenden sowie des fließenden Verkehrs, Fuß- und Radwegverbindungen sowie verkehrsberuhigende Maßnahmen
circa 70 000.- €

Hebelstraßenbrücke – Neubau

Die bestehende Brücke muss aus Gründen der Verkehrssicherheit ersetzt werden. An der gleichen Stelle entsteht ein neues Brückenbauwerk über die Gleisanlagen der Deutschen Bahn. Das Brückenbauwerk dient auch als Fuß- und Radwegbrücke und ist eine wichtige südliche Zufahrt zur Bahnstadt.
circa 7.200.000 €

Radwegenetz Altstadt-Wieblingen – Neubau

Verbesserung der Radwegbeziehung zwischen Altstadt und Wieblingen durch Verbreiterung des vorhandenen Geh- und Radweges. Auf der Fahrbahn wird zudem ein Schutzstreifen für Radfahrer markiert.
circa 1.360.000€

 

 

Umgestaltung Tiefburgplatz

Der Tiefburgplatz wurde bisher zu einem großen Teil als Parkplatz genutzt. Er soll nun eine höhere Aufenthaltsqualität erhalten. Dazu sollen Bänke aufgestellt und eine Außengastronomie auf der östlichen Platzfläche ermöglicht werden. Grundlage für die Neugestaltung waren eine Befragung und eine einjährige Testphase. In dieser Zeit wurden die Parkplätze auf der östlichen Fläche entfernt und Außengastronomie angeboten.
Planungsmittel: circa 62.000 €

Gesamtkonzept Neckarvorland – Kastanienallee

Die Flächen entlang der Uferstraße zwischen Wasserspielplatz und Wasserschachtel sollen neu geordnet werden. Zielvorstellung: ein großzügiger offener Promenadenbereich. Es soll ein Konzept erarbeitet werden, auf dessen Grundlage die weitere Planung und gegebenenfalls die Realisierung eines ersten Bauabschnittes ermöglicht werden kann.
40.000 €

Konzept Schwanenteichanlage

Die Schwanenteichanlage ist seit Jahren sanierungsbedürftig. Daher soll die Anlage überarbeitet werden. Ein erster Entwurf für eine Neugestaltung wurde erarbeitet. In Verbindung mit dem Bau des Behördenzentrums Bahnhofstraße soll u.a. eine neue Wegeverbindung zwischen Bergheim und der Weststadt über die Schwanenteichanlage realisiert sowie eine Überarbeitung der gesamten Parkanlage hergestellt werden.
von 2012 bis 2014 sind 450.000 € vorgesehen

Dialogischer Planungsprozess Konversion

Bis 2014 sollen alle von der US-Armee genutzten Flächen (circa 200 Hektar) an die Bundesanstalt für Immobilien (BImA) zurückgegeben werden. Die zivile Nachnutzug dieser Flächen wird in einem „Dialogischen Planungsprozess“ entwickelt in enger Abstimmung zwischen Bürgerschaft, Fachplanung, Verwaltung und Politik - sowie möglichst in enger Kooperation mit der BImA.
ab 2013 circa 1.100.000 € jährlich (inkl. Projektsteuerung)

Fuß- und Radwegebrücke Speyerer Straße

Durch den Bau einer Fuß- und Radwegbrücke über die Speyerer Straße verbessert sich die Sicherheit der Radfahrer/Fußgänger erheblich. Die Brücke verbindet die geplante Radwegtrasse im Bereich der Bahnstadt (Promenade) mit der geplanten Radwegtrasse Richtung Südstadt und Rohrbach. Dadurch werden dieses Stadtteile auch mit dem Südeingang des Hauptbahnhofs verbunden.
circa 1.300.000,- €

Rathausplatz Rohrbach

Um den Rathausplatz als historisches Zentrum Rohrbachs aufzuwerten, wird dieser saniert. Die den Rathausplatz flankierenden Gebäude (Altes Rathaus, Seckenheimer Gässchen 1) sollen saniert und in die Konzeption zum Rathausplatz eingebunden werden. Eine öffentliche Nutzung, z.B. in Form eines Bürgertreffs, soll realisiert werden.
circa 2.400.000,- € (Rathausplatz und Kanal)

Fußgängerleitsystem in der Altstadt

In den letzten Jahren ist eine Vielzahl von Schildern in der Altstadt hinzugekommen, deren Vielfalt nicht zur Übersichtlichkeit und Orientierung beiträgt. Daher soll ein modernes Fußgängerleitsystem eingeführt werden, dass die Orientierung verbessert und sich gut in das Stadtbild einfügt. Das Leitsystem wird zudem auch Elemente der Wissensvermittlung beinhalten.
Planung 40.000 - 60.000 €; Umsetzung ca. 300.000 €

Gestaltungskonzept Theaterplatz in der Altstadt

Durch die beabsichtigte Nachnutzung des Kinos in der Hauptstraße 110 und die Neueröffnung des Theaters besteht der Wunsch, den Theaterplatz umzugestalten. Die aktuelle Gestaltung des Theaterplatzes ist nur eine Zwischenlösung, bei der noch große Bereiche als Parkplatzflächen genutzt werden.
Beteiligungsprozess Theaterpl./Hauptstr. 110: ca. 40.000 €

Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)

Mit Hilfe des BIWAQ-Projektes sollen im Bürgerhaus Emmertsgrund vielfältige Treff-, Beratungs- und Kursangebote entstehen. Das Projekt besteht aus vier Teilprojekten: dem Bürgerhaus, einem Familiencafé, einem Jobcoach und dem Projekt "teachfirst".
geförderte Gesamtausgaben 2012-2014: 749.000 €

Bürgerhaus Emmertsgrund

Das Bürgerhaus Emmertsgrund wird seit 2009 umfassend saniert. Der Bürgersaal wurde im Oktober 2012 eröffnet. Bis Ende 2012 wird noch ein Familienzentrum eingerichtet. Betrieben wird das Haus vom Trägerverein für das Emmertsgrunder Stadtteilmanagement - TES e.V. Als Unterstützung für die Startphase wird die Geschäftsführung des Bürgerhauses bis 2014 von der städtischen Koordinierungsstelle Emmertsgrund übernommen.
70.000 € Zuschuss pro Jahr an den Trägerverein Emmertsgrund

Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes Emmertsgrund

Die vorhandenen Planungskonzepte für den Emmertsgrund sind rund zehn Jahre alt. Für die Zeit danach hat die Stadt Heidelberg das Integrierte Handlungskonzept in Partnerschaft mit dem Stadtteilmanagment als Zukunftsperspektive für den Stadtteil fortgeschrieben. Es enthält zentrale Zielsetzungen und Maßnahmen zur Entwicklung des Stadtteils in den kommenden zehn Jahren.
2013: 150.0000 €
2014: 150.000 €

Seniorenzentrums Boxberg/Emmertsgrund

Eine Evaluierung der Seniorenzentren in Heidelberg in den Jahren 2007 und 2008 hatte unter anderem ergeben, dass in den Stadtteilen Boxberg / Emmertsgrund ein Seniorenzentrum notwendig ist. Daher soll dort ein Seniorenzentrum einrichtet werden, um den Erfordernissen der alternden Bevölkerung gerecht zu werden.
Zuschuss Betrieb inkl. Miete 2013: 170.000 €
2014: 193.000 €

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