Versammlung der evangelischen Gemeinde Rohrbach Ost

13.03.2006 16:58 von Hans-Jürgen Fuchs

Etwa eine Hälfte des Hauptschiffs der Kirche war besetzt, vorwiegend ältere Gemeindemitglieder. Die Pläne hingen vorne im Altarraum auf Stellwänden. Zu Beginn gab es einige Verwirrung als man dachte, dass nun doch das Gebäude neben der Kirche (Filusch) anstelle des Kindergartens umgebaut werden solle. Aber das war ein Irrtum.

Dekan Bauer eröffnete die Sitzung und stellte Herrn Simon vom Bauausschuß vor, der die Pläne erläuterte. Aus dem jetzigen Gemeindesaal soll ein ein 2-gruppiger Kindergarten werden. Das Gebäude würde zum Hof hin erweitert und der Eingang vorne in Richtung Tor verlegt. Der kleine Anbau vorne zur Strasse hin würde verschwinden. Im Erdgeschoss würden zwei Gruppenräume entstehen, Toilettenbereiche für jede Gruppe, eine gemeinsame Küche von etwa 19 qm und Personalräume, natürlich auch Flur und Garderobe für die Kinder.

Nach hinten zum Garten hin würde eine Treppe nach oben zum Gemeindesaal führen. Der offizielle und damit eigentlich für die Gemeinde einzige Zugang zum  Gemeindesaal würde über eine Brücke führen, die ebenerdig vom Parkplatz aus zu begehen wäre.

Also gehen wir gleich nach oben über den offiziellen Weg: Wir kommen vom Parkplatz und gehen in das Gebäude etwa über dem jetztigen Kindergarteneingang. Wir gelangen in einen Flur und können links in den etwa 86 qm großen Saal gehen. Von dort kann eine Terrasse betreten werden, die über dem erweiterten Gebäude geht, parallel zum jetzigen Mauer. Die Terrasse hat etwa 17 qm. Zurück in den Saal, erreichen wir die "Teeküche" (ca. 9 qm), die an der Nordseite des Gebäudes sein soll. Dann gibt es natürlich noch Toiletten, und im Dachspitz einen weiteren Versammlungsraum.

Fast hätte ich den Keller vergessen. Der soll durch ein Treppenhaus vom Kindergarten erreichbar sein. Dort wo jetzt eine Garage ist, wird ein Gymnastik-und Bewegungsraum entstehen, mit großen Glastüren nach Norden hin. Hier ist auch Platz für ein oder zwei Vorratsräume.

Garten und Spielfläche, der dann dem Kindergarten noch zur Verfügung steht soll etwa 500 qm haben. Der Schuppen würde verkleinert. Es würden von außen erreichbare Toiletten gebaut, die bei Festen nützlich wären. Hierbei könnte auch die Kindergartenküche genutzt werden.

Der jetzige Garten hinter dem Haus müsste bei dieser Planung  geopfert werden, um das Bauvorhaben finanzieren zu können. Es würde ein Grundstück von etwa 800 qm zum Verkauf freigegeben werden (ein Preis von 460.000 € wurde genannt). Dieses Grundstück ist nur vom schmalen Sträßchen Am Heiligenhaus aus  zu begehen. Eine Tiefgarage soll Parkmöglichkeiten schaffen. Angeblich gibt es für das Grundstück bereits Interessenten. Die Gesamtkosten dere Baumaßnahme beliefen sich auf etwa eine Million Euro. Die Stadt würde den Kindergarten mit etwa 70% bezuschussen.

Bei der Frage der Finanzierung gab es etwas Unmut in der Versammlung, der aber von Dekan Bauer geschickt aufgefangen wurde. Danach gab es keine Wortmeldungen mehr. Der Ältestenkreis traf sich anschließend zur Diskussion der Vorschläge.

Für mich bleiben einige Fragezeichen:

  • Wo soll der Kindergarten Am Heiligenhaus während der Umbauzeit beliben? Lösungen werden gesucht!

  • Kann der Saal vermietet werden, wenn nur eine kleine Küche im oberen Stockwerk zur Verfügung steht?

  • Ist das Ganze wirklich finanzierbar?

  • Was für ein Gebäude könnte/würde auf dem verkauften Grundstück entstehen?

Grundsätzlich glaube ich jedoch, dass die meisten Anwesenden insgesamt zufrieden waren, und dass die Rohrbacher Ostgemeinde ein schönes Gebäude bekommen werden.

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