Gemeinderatswahlen 2004 in Rohrbach

01.06.2004 18:30 von Hans-Jürgen Fuchs

Viel war in den letzten Tagen zu lesen über das Ergebnis der Gemeinderatswahlen. Hier eine kurze Zusammenfassung der Rohrbacher Ergebnisse:

  • Die CDU bleibt mit 29,74% stärkste Partei in Rohrbach, muss aber, wie in allen anderen Heidelberger Stadtteilen, starke Verluste hinnehmen (6,83%). Trotz deutlich höherer Wahlbeteiligung verliert sie insgesamt fast 7.800 Stimmen.
  • Zweiter Verlierer der Wahl sind die Heidelberger. Sie büßen 4.205 Stimmen absolut ein und fallen von 11,49% auf 8,33% zurück. Sicher ein Ergebnis der Abstinenz der Partei bei aktuellen Rohrbacher Diskussionsprozessen.
  • Noch ein Verlierer: Die Freien Wähler. Sie verlieren 2,26 Prozentpunkte % und mehr als 3.200 Stimmen und erhalten nur noch 3,58%.
  • Die SPD bleibt in Rohrbach zweitstärkste Partei. Sie verliert zwar einen halben Prozentpunkt, kann aber absolut Stimmen gewinnen: 1.646 gegenüber vor fünf Jahren.
  • Wahlsieger auch in Rohrbach ist die GAL, die über 14.600 Stimmen dazu gewinnt und ihr Ergebnis von 12,91% auf 20,57% verbessern kann.
  • Zweiter Wahlsieger ist die FDP, die ihr Ergebnis fast verdoppeln kann und 10.790 Stimmen, bzw. 6,25% erreichen kann.

Im Ergebnis gewinnt die GAL in vier der 12 Rohrbacher Stimmbezirke (zwei davon Briefwahlbezirke), die SPD in einem, die restlichen 7 fallen nach wie vor an die CDU. Damit liegen die einzigen grünen und roten Flecken im Heidelberger Süden in Rohrbach. In Kirchheim bleibt es trotz ebenfalls starker CDU-Verluste bei Mehrheiten der Partei in allen Wahlbezirken.

Im Rohrbacher Bezirksbeirat werden künftig 18 statt 14 Vertreter sitzen, da Rohrbach die 10.000-Einwohner-Grenze überschritten hat. Diese setzen sich auf zukünftig zusammen aus 7 CDU, 5 SPD, 4 GAL, “Heidelberger“, 1 FDP Die Meldung der neuen Bezirksbeiräte soll bis spätestens Mitte August erfolgen, damit der neue Gemeinderat diese in seiner 1. Sitzung am 21. September bestellen kann.

Diese und weitere Ergebnisse aus allen Heidelberger Stadtteilen finden sich in einem Papier, das uns freundlicherweise Dieter Teufel vom UPI - Umwelt- und Prognose-Institut zur Verfügung gestellt hat.

Die Schlacht ist geschlagen: Aufräumarbeiten am Wahlabend, 17:45 Uhr. Da könnten sich andere eine Scheibe abschneiden. Ob allerdings der Slogan "Wir stehen für Rohrbach" der CDU mitten in der Südstadt viel genützt hat?

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