Aktuelle Termine und Veranstaltungen

Chanson-Kabarett-Duo Liederträchtig: Zeit-Los

tl_files/bilder/2017/2017_05_Liedertraechtig/Bild1_klein.JPG

Freitag, 5. Mai 2017, 20:00 Uhr

im Roten Ochsen / Rathausstraße Rohrbach


Was unterscheidet den Mensch eigentlich vom Tier?

In erster Linie die Fähigkeit, sich selber im Weg zu stehen.
Diese zeitlose Gabe haben wir im Lauf der Evolution perfektioniert, und das Los unserer digitalen Zeit hält einen neuen breiten Fundus an Möglichkeiten bereit, genau das zu tun, was man besser nicht tun sollte. Ob die genussvollen Seiten des Burnout, ob die Ruhmsuche in Australien, ob Weltflucht als Stubenfliege, oder ob im wahrsten Wortsinn ehrliche Liebeslieder:  Das Chanson-Kabarett-Duo Liederträchtig begibt sich in ‚Zeit-Los’ auf eine kurzweilige Reise durch die Absurditäten menschlichen Denkens, Handelns und Fühlens. Dabei bieten Cordula Stepp (Gesang und Klavier) und Daniel Möllemann (Klavier und Gesang)  in ihrem schwarzhumorigen Lobgesang auf das neue Jahrtausend folgende Einsicht: Was wär das Leben öde ohne Fehler. 

Cordula Stepp

Cordula sang bereits im Alter von 5 Jahren mit Begeisterung die ‚Königin der Nacht’ und entdeckte dann im Schulmusikstudium ihre Liebe für das mal witzige, mal anrührende Kabarett-Chanson. Weitere Inspirationen holte sie sich bei ihrem dreijährigen Aufenthalt als Junior Professorin in Peking. Die musikalische und stimmliche Vielfalt, die Daniels Lieder ermöglichen und einfordern, reizt Cordula immer wieder auf‘s Neue.

Daniel Möllemann

Daniel erlernte bereits im Alter von 7 Jahren Lesen und Schreiben, so dass sein Weg zum Texter frühzeitig gespurt war. Um seine Texte auch vertonen zu können, studierte er an der Musikhochschule Mannheim Schulmusik mit den Schwerpunkten Klavier und Musiktheorie. Die Muße für die Ausarbeitung seiner Ideen holt er sich in seinen Parzellen im höchsten Weinberg Europas. Denn Wein und Gesang sind einander sehr ähnlich: Selbermachen macht am meisten Spaß!

Endlich wieder Kino im „Wilden Süden“

tl_files/bilder/2017/2017_03_Kino_Das_Herz_von Jenin/Plakat_klein.JPG


„Das Herz von Jenin“

Donnerstag 23.03.2017 um 20.00 Uhr

im Roten Ochsen / Rathausstraße Rohrbach

Abendkasse und Einlass ab 19:00 Uhr

Getränke können bestellt werden. Wer im Ochsen essen möchte, kann das ab 17.30 Uhr im Lokal tun (Vorbestellung eines Tisches wird empfohlen).

Eintritt: 5€

Karten gibt's ab 13 März im Vorverkauf unter vorverkauf@derpunker.de und bei Schreibwaren-Hoffmann, Amalienstr. 2/1 sowie der Buchhandlung am Eichendorffplatz.

 


 

 

Als nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Rohrbach wieder Straßenbahnen nach Leimen und Kirchheim fuhren, an der Grundschule der Unterricht  wieder aufgenommen wurde, bei Fuchs-Waggon , mehreren Tabakfabriken und in anderen Betrieben Leute in „Arbeit und Brot“ kamen, gab sich in unserem Stadtteil noch ein anderes Bedürfnis zu erkennen -  nämlich das, Freizeit zu gestalten und zum Beispiel ins Kino zu gehen,.

So richtete man im großen Saal der „Traube“  ein sogenanntes Lichtspieltheater mit immerhin 244 Sitzplätzen ein und taufte es nach Art der großen Welt auf den Namen „Luxor“, dessen Existenz allerdings nur sechs Jahre beschieden waren. Schon vier Jahre später eröffnete in der Karlsruher Straße  76/78 ein weiteres Lichtspielhaus, das „Metropol-Theater“. Ob der Betreiber Theo Bender bei der Namensgebung an Rohrbach, Heidelberg oder an unsere heutige Metropolregion gedacht hat, ist sein Geheimnis geblieben. Immerhin standen dort schon 461 Plätze zur Verfügung. Wie beim Luxor war es täglich geöffnet und es gab z.T. mehr als 10 Vorstellungen pro Woche.

Es kam, wie man es sich bei der gegebenen Konkurrenzsituation denken kann – nicht nur im Tierreich fressen die Großen die Kleinen: das Luxor in der Traube musste seine Pforten schließen. (Ein Schelm, der dabei an die jüngste Geschichte der Heidelberger Kinolandschaft denkt!)

Am 10.08.1964 kam auch Mayday aus dem „Metropol“: es wird geschlossen. Nach zweimonatiger Pause unternimmt zwar eine Firma aus Waldenbuch noch einen Neustart unter dem Namen „Kino am Rohrbach“, muss aber schon nach einem halben Jahr die Mietzahlungen und damit den Betrieb 1965 endgültig einstellen.

Die Lust auf Kino ist der Rohrbacher Bevölkerung aber nicht vergangen; nur wurden die Wege immer länger. Da gab es noch das „Studio Europa“ in der Rohrbacher Straße; aber auch das gibt es seit 2011 nicht mehr. Um niveauvolles (Programm-) Kino zu erleben, musste man sich mit Rad oder Bahn zum  fernen Karlstor auf den Weg machen. In Heidelbergs Zentrum verbleiben uns noch die Filmkunsttheater Gloria/Gloriette und Kamera.

Nach etwa 50 kinolosen Jahren in Rohrbach gelang es dem punker e.v. mit dem „Wanderkino“ – einem sommerlichen Open-Air-Event auf dem Bolzplatz an der Sickingenstraße – Stummfilmklassiker mit Lifemusikbegleitung zu zeigen. Die Reihe wird auch in diesem Sommer 2017 fortgesetzt.

Bald wird es bei uns im Süden wieder ein Kino geben. Der geplante Umzug des Karlstor-Kulturhauses in die ehemaligen Campbell-Barracks sieht auch ein Kino vor. Hierfür wurde vom Gemeinderat das Medienforum HD e.V. mit seinem Karlstorkino vorgesehen, weil dieser Verein als Betreiber des kommunalen Kinos die notwendige Erfahrung und Begeisterung mitbringt.

Bis es soweit ist, zeigen der punker e.v. und das Medienforum HD e.V. , dass die gemeinsame Leidenschaft für anspruchsvolles Kino die Menschen verbindet. Beide Vereine veranstalten am 23. März einen Filmabend und zeigen im Saal des Roten Ochsen den Dokumentarfilm "Das Herz von Jenin" von Lior Geller und Marcus Vetter.